Der 28.03 ist der “Tag der Kommunikation”.

Total Panne? Wer braucht denn sowas?  Oder macht es vielleicht doch Sinn, dass wir unserer Kommunikation einmal eine ganz besondere Aufmerksamkeit schenken?

Neulich kam ein Klient zu mir, der mir erzählte, dass er seit 3 Jahren kein Wort gesprochen hätte. Er meinte er hätte es nicht müssen. „Wie? Kein einziges Wort? Wie kann das funktionieren?“ Er beschrieb mir seinen Alltag. Morgens kaufte er sich im Supermarkt ein paar Lebensmittel. Dort würden die Kassiererinnen in der Regel sowieso die Waren wortlos über den Scanner reißen. Dann hätte er den ganzen Tag am Rechner gesessen und seine Diplomarbeit geschrieben. Geld gibt’s am Automaten, Fahrkarten, ebenfalls, Zigaretten sowieso. Kontakt habe er zu ein paar Kommilitonen über facebook und zu seinem Professor per Mail gehabt, aber gesprochen hätte er nicht. Außerdem hätte ihn ja auch niemand etwas gefragt. Erst als er nun die Arbeit abgegeben hätte und davor stehe Bewerbungsgespräche führen zu müssen, sei ihm klar geworden, dass es für ihn eine gigantische Überwindung sei nun wieder sprechen „zu müssen“.

Handelt es sich hier um einen verrückten Spinner? Ist das die kranke Extremform des Computernerds? Oder vielleicht doch ein (zugegeben extremer) aber dennoch einen Lebenstrend wiederspiegelnder Zeitzeuge?

Vor nicht allzulanger Zeit wäre ein Alltag ohne sprechen gar nicht zu bewältigen gewesen. Geld und Fahrkarten gabs nur am Schalter, im Lebensmittelladen wurde man bedient und die Professoren und Kommilitonen traf man nicht im Netz sondern im Hörsaal.

Ich glaube wir brauchen einen Tag der Kommunikation! Ich für meinen Teil beschließe mich selbst und mein Umfeld im Hinblick auf die Kommunikation morgen einmal ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Ich bin gespannt was mich erwartet…